Hypnose PDF Drucken E-Mail

Hypnose- dieses Wort löst bei Vielen ein gewisses Unbehagen aus. Einige denken dabei an Bühnenhypnotiseure, die ihre Zuschauer saure Zitronen essen lassen und ihnen süße Orangen suggerieren. Andere haben die Befürchtung, unter Hypnose etwas ungewollt preis zugeben. Wiederum andere sehen Hypnotiseure als Menschen, die die Fähigkeit haben, auf andere Menschen gegen deren Willen Macht auszuüben.

Um mich davon abzugrenzen, nenne ich diese Arbeit gerne auch Trance-Arbeit.
Obwohl es zwischen Trance und Hypnose eigentlich keinen Unterschied gibt.

Es ist vielleicht insbesondere Milton Erickson zu verdanken, dass der therapeutische Nutzen der Hypnose / der Trance wieder neu entdeckt und weiter entwickelt wurde.

Den klinischen und therapeutischen Nutzen seiner Arbeit demonstrierte er immer wieder und musste dabei oft gegen erheblichen Widerstand und viele Vorurteile antreten. Maßgeblich für den Erfolg seiner Arbeit war dabei auch der „Mensch“ Milton Erickson, der durch seine besondere Art mit Klienten zu arbeiten überzeugte. Insbesondere folgende Grundannahmen / Glaubenssätze leiteten die Arbeit von Milton Erickson:

  1. Jede Person ist ein exzellentes Trancemedium.
  2. Jede Person hat alle Ressourcen, die sie braucht.
  3. Jede Person kann jede Veränderung auf leichte und zeitlich angenehme Weise tun.
  4. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen subjektiven Realität. – die Landkarte ist nicht die Landschaft.

Eine weitere nützliche Annahme ist, dass es keine Hypnose gibt, sondern nur Selbsthypnose. Der Hypnotiseur unterstützt lediglich den eigenen hypnotischen Prozess des Klienten.

Grundvoraussetzung für die Arbeit mit dem Klienten ist der Aufbau und das Halten von Rapport (= gleiche Wellenlänge). Um den Rapport herzustellen, verwendet man das sogenannte Pacing (= im gleichen Schritt gehen) / Spiegeln von verbalen und nonverbalen Anteilen des Klienten:

  • Repräsentationssystem (visuell, auditiv, kinästhetisch)
  • Körperhaltung / Gestik
  • Atemrhythmus
  • Sprachklang, Sprachrhythmus
  • Wortwahl, spezifische Worte des Klienten
  • Dinge sagen, die unleugbar wahr sind

Neben diesen „technischen“ Möglichkeiten Rapport zu erzielen gehört das Grundverständnis, sich auf die Landkarte/ die Welt des anderen einzulassen.
Nur dadurch ist das Leading ( = Führen) im hypnotischen Prozess möglich, das den Klienten dabei unterstützt, seine Ziele zu erreichen.

Hypnose arbeitet mit dem Unterbewusstsein/ den unbewussten Ressourcen (Stärken, Kraftquellen) des Klienten. Man geht davon aus, dass uns nur ca. 5-8 % aller Informationen bewusst zugänglich sind, während 92-95 % unbewusst vorhanden sind. Gerade in der Hypnose ist der gute Kontakt/ Rapport zum unbewussten Anteil des Klienten eine Grundvoraussetzung für die Arbeit.

Wenn das erreicht wird, ist Hypnose ein effektives Werkzeug, mit dem Veränderung und neues Lernen auf angenehme und leichte Art möglich ist.

Die Arbeit in Hypnose ist ein sehr ressourcenvoller Zustand, in dem viele Dinge möglich sind. Dies verlangt vom Hypnotiseur neben der Beherrschung von Sprachmustern, Techniken etc. insbesondere auch die Verinnerlichung bestimmter Grundannahmen (s.o.) in der Arbeit mit Menschen.

Das Besondere an der Hypnose-Therapie nach Milton Erickson ist, durch die kunstvolle Verwendung von Worten, die Trance / Hypnose einzuleiten und zu verstärken.

Unser Gehirn hat in den ersten acht bis zwölf Lebensmonaten einen Prozess erlernt, der Transderivationale Suche (TDS) genannt wird. Sobald wir ein Wort hören, suchen wir nach dem Sinn. Zum Beispiel löst das Wort „Vertrauen“ einen solchen Suchprozess aus, der bei jedem von uns mit einem unterschiedlichen Ergebnis, abhängig von der individuellen Landkarte, endet. Unter Trance lösen „Worte“ diesen TDS Prozess aus, der sehr nutzbringend angewandt werden kann.

In der NLP-Practitioner-Ausbildung wird die Hypnose-Arbeit nach Milton Erickson gelehrt und in Veränderungsprozessen angewandt. Dabei geht es erst einmal darum den Klienten mittels hypnotischer Sprachmuster in einen sehr entspannten Zustand zu versetzen. Dies macht persönliche Veränderung leichter, da das unbewußte Potential mit einbezogen wird. Der Klient bekommt in der Regel alles mit. Nach Miltons Auffassung gibt es sowieso nur Selbsthypnose. Der Klient bzw. das UBW des Klienten entscheidet, wie tief der Trance-Zustand wird. Der Hypnosebegleiter unterstützt lediglich diesen Prozeß: "So tief wir dieses Trance hier und heute sein wird, so wird sie genau richtig sein." Die Menschen, die diese Form der Arbeit erleben sind immer wieder begeistert davon. In meinen Coachings nutze ich die Hypnose - mit Einverständnis des Klienten- sehr gerne. Sie macht vieles leichter, da das rationale Denken zur Ruhe kommt.

Übrigens jede Frau/jeder Mann kann auf eine ihm leichte und angenehme Weise in Trance gehen. Manchmal brauchst Du ein wenig Zeit und manchmal geht es schneller, als Du es gedacht hast.

Beispiele für Trance-Sprachmuster finden sich auch auf der CD Lebensträume.

 

Laß´ deinen Gedanken Flügel wachsen und erlaube dem Wind sie hochzuwehen - wolkenwärts. Folge dem Flug der Phantasie! Sie führt dich in Reiche, die auf dich warten. Der Schlüssel in dieses Land deiner Zukunft ist dein eigener Traum davon.

Gerti Barna